Claus Nordbruchs quellenbelegtes Werk ist kein Buch, das Verschwörungstheorien Vorschub leistet. Die knallharten Fakten, die mit treffenden Beispielen unterfüttert werden, sprechen für sich: von den Hintergründen der Anschläge vom 11. September bis zu den vorgeschobenen Gründen, den Irak zu überfallen und mit einem Krieg zu überziehen, der bis heute anhält, von den in der »westlichen Wertegemeinschaft« errichteten Meinungsverboten bis zu den Feindseligkeiten derselben »Gemeinschaft« dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad gegenüber, von der Hysterie über Klimaerwärmung, Schweinegrippe und Terrorismus bis hin zur »Verteidigung deutscher Interessen« am Hindukusch, vom gläsernen Bürger bis zur Weltwirtschaftskrise – der Autor belegt mit beeindruckendem Hintergrundwissen, daß alle diese Lügen nur einem Ziel dienen: der Errichtung einer Weltdiktatur.
So findet auch der derzeit zu beobachtende weltweite wirtschaftliche Niedergang seine Ursache keineswegs darin, daß 2008 im Mittleren Osten der USA einige Immobilienmakler keine Häuser mehr verkaufen und US-Banken keine Kredite mehr geben konnten. Vielmehr ist die Ursache der sogenannten Krise »systembedingt«. Nordbruch spricht von jenem »System«, auf dem die gesamte sogenannte »westliche Wertegemeinschaft« beruht. Es ist jenes System, dessen Drahtzieher Walther Rathenau schon 1909 als die »Männer« bezeichnet hatte, »von denen jeder jeden kennt«, die »die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents« leiten und »sich Nachfolger aus ihrer Umgebung« suchen. Diesen Drahtziehern und ihren Helfershelfern reißt Nordbruch die philanthropische Maske auf eine Weise herunter, die den Leser sprachlos werden läßt und ihn gleichzeitig anspornt, tiefer in die Materie einzutauchen und sich mit den tatsächlichen Dimensionen der Ereignisse vertraut zu machen.
Nordbruchs besonderes Augenmerk gilt bei alledem Deutschland, das er nicht nur als geographische, sondern als metaphysische Größe versteht – ebenso wie dies Deutschlands erbitterte Feinde erkannt haben. Es ist der gewaltige Kampf zwischen dem Konstruktiven und der Minusseele. Um die verheerenden Pläne zur Errichtung der Einen Welt in die Tat umzusetzen, galt es seit jeher, den Gegenpol dieser Einheitswelt auszuschalten: die deutsche Volksseele zu vernichten. Dieses Ziel wurde vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso professionell wie erfolgreich verfolgt. Tatsächlich ist die »Holocaustisierung« des bundesdeutschen Gesellschaftslebens inzwischen immer und überall gegenwärtig. Sie ist in der gesamten Haltung der Menschen und im gesamten Aufbau des gesellschaftlichen Lebens offenbar. Schuldig auf ewig – diese Losung, von den einen fortwährend propagiert, ist von den anderen bereitwillig absorbiert worden. Dieser Katechismus verfolgt hierzulande die Menschen von der Wiege bis in den Sarg.
Der Glaube des deutschen Volkes an sich selbst, seine ihm zugrunde liegende spezifische Schaffenskraft ist zerbrochen und mit ihm der Glaube an die Zukunft, der Glaube an das Leben als Volk. Zerfallen ist die deutsche Volksseele, die seit Bestehen unseres Volkes Charakter und immer wieder entscheidende Antriebskraft war. Die ehemals bestehende Volksgemeinschaft ist zerstört – und hier weist Nordbruch darauf hin, daß mit diesem Begriff keineswegs das soziale Zusammenleben der Deutschen im Dritten Reich gemeint ist, sondern der bereits vor 1933 alle Deutschen umfassende nationale Grundkonsens, den sie unabhängig von ihrer politischen Überzeugung gemein hatten: eine selbstverständliche und sie einende Vaterlandsliebe und ein ebenso selbstverständliches Ehrverständnis und Pflichtbewußtsein.